Was tun bei Depressionen?

Wenn Mediziner von Depressionen sprechen, dann meinen sie nicht, dass sich ein Patient mal ein paar Tage schlecht fühlt. Depressionen sind eine ernste Erkrankung, die behandelt werden muss und die auch behandelt werden kann. Sie kann leichte Erscheinungsformen haben, aber auch schwere. Patienten mit einer schweren Erkrankung haben oft Selbstmordgedanken, und 10 bis 15 Prozent setzen diese auch um.

Woran erkennt man eine Depression?

Eine wirkliche Diagnose kann nur ein Facharzt stellen, ein Psychiater oder Arzt mit psychologischer Zusatzausbildung. Aber es gibt einige Anzeichen für eine Depression, die man bei sich aber auch bei Familienmitgliedern oder Freunden feststellen kann. Immer wieder kehrende Suizidgedanken, die auch geäussert werden, sind natürlich ein Alarmzeichen. Menschen mit Depressionen leiden aber auch oft unter Appetitlosigkeit. Recht deutliche Zeichen sind länger anhaltende Antriebslosigkeit, Interesselosigkeit und Niedergeschlagenheit.

Wie wird eine Depression behandelt?

Zunächst einmal unterscheidet man zwischen unipolaren und bipolaren Störungen. Erstere treten ohne Stimmungsschwankungen auf, bei letzteren haben Patienten auch ausgesprochene Hochphasen (manisch-depressiv). Wie behandelt wird, entscheidet ein Facharzt. Bei leichten Depressionen kann anfangs eine Psychotherapie helfen. Ergänzen und je nach Schweregrad kann man auch Psychopharmaka verabreichen. Gerade im Anfangsstadium sind die Heilungsaussichten sehr gut. Sollte der Krankheitsverlauf sich verschlimmern, kann eine stationäre Aufnahme in einer Klink angebracht sein. Gerade bei akuter Suizidgefahr ist das angebracht. In der Klinik kann sich der Patient voll auf seine Therapie konzentrieren (und wird auch dazu aufgefordert). Ausserdem sind bestimmte medikamentöse Behandlungen möglich, die ambulant nicht durchgeführt werden können.

Wichtig ist, dass man als Betroffener die Anzeichen erkennt und so früh wie möglich zum Arzt geht. Schamgefühl ist unangebracht und macht die Situation nur schlimmer. Ein Arzt kann entscheiden, ob man nur eine schwierige Lebensphase durchmacht oder ob eine tatsächliche Krankheit vorliegt und dann die notwendigen Massnahmen einleiten. Hilfreich ist es immer, wenn man Unterstützung von der Familie, dem Partner und dem Freundeskreis hat.

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