Was tun bei Schlafstörungen?

Immer häufiger klagen Menschen über Schlafstörungen. Diese reichen von Einschlafproblemen über mehrmaliges Aufwachen bis hin zu Schlaflosigkeit. Schlafstörungen werden medizinisch in verschiedene Kategorien eingeordnet, je nach Schweregrad. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn sie mindestens einen Monat lang an drei Tagen in der Woche auftritt. Man sollte in der Lage sein, 30 Minuten nach dem zu Bett gehen einschlafen zu können und nicht vor 5 Uhr aufwachen (ohne wieder einschlafen zu können). Ist das nicht der Fall, sollte man Hilfe aufsuchen. Man geht heute davon aus dass 20 bis 30 Prozent der deutschen Bevölkerung an Schlafstörungen leiden.

Ursachen für Schlafstörungen

Es kann verschiedene Ursachen haben, warum man nicht einschläft oder durchschläft. genau herausfinden lässt sich das nur mit einer ärztlichen Untersuchung und eventuell einem Besuch im Schlaflabor. Schlaflosigkeit kann häufig psychische Ursachen haben, es kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung vorliegen.

Bei den psychischen Belastungen steht unverarbeiteter Stress ganz oben. Viele Menschen nehmen ihre beruflichen Probleme mit ins Bett und können dann nicht einschlafen. Angst- und Panikattacken können auch eine Rolle spielen, bisweilen sind auch sie Ausdruck von persönlichen Stresssituationen.

Therapiemöglichkeiten

Je nach ärztlicher Diagnose gibt es unterschiedliche Therapien. Bei leichten Fällen helfen oft schon Autogenes Training, Sport, eine Psychotherapie und eine Umstellung von Ernährung und Lebensstil. Bei schweren Fällen werden Ärzte meistens eine medikamentöse Behandlung anraten. Man sollte aber wissen, dass Medikamente die beim Einschlafen helfen, oft auch Abhängigkeitserscheinungen als eine der starken Nebenwirkungen haben. Deswegen sollte man sich auf jeden Fall an die Anweisungen des Arztes halten. Wer nur leichte Störungen hat, sollte es mit Baldrian versuchen oder Johanniskraut-Tee. Manche Kliniken bieten auch Schlaftherapien an. Wichtig ist aber, dass man die Ursachen behandelt und nicht nur die Symptome, sonst werden die Schlafstörungen nicht weggehen. Man geht davon aus, dass der Grossteil der Störungen psychischer Natur ist, und relativ leicht behandelt werden kann, wenn der Patient dazu bereit ist.

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