Düngen mit Naturdünger

Um das Wachstum von Nutzpflanzen oder Zierpflanzen anzuregen, benutzt man in der Regel spezielle Düngemittel. Die meisten dieser Dünger bestehen jedoch aus chemischen Substanzen wie Phosphaten. Diese sind langfristig für die Umwelt schädlich und belasten das Erdreich. Wer nachhaltig Gartenbau betreiben will, sollte auf umweltfreundliche Düngemittel zurückgreifen. Diese Düngemittel fügen sich umweltschonend in den natürlichen Stickstoffkreislauf ein und aktivieren zahlreiche Bodenbakterien. Das Ziel von Düngemitteln ist in erster Linie, wichtige Nährstoffe im Erdreich zu erhalten. Pflanzen benötigen für ein optimales Wachstum vor allem Magnesium, Kalium, Kalzium und Schwefel. Auch viele Bakterien sind in der Lage, die Bildung von Humus zu fördern.

Anaerobe Düngemittel

In der Landwirtschaft und im Gartenbau spielt der Stickstoffkreislauf im Boden eine wichtige Rolle. Dieser Stickstoffkreislauf wird in der Regel durch Bakterien in Gang gehalten. Anaerobe Düngemittel sorgen für den Aufbau von Humus, in dem bestimmte Bakterien vorkommen, die die Gärung unterstützen. Diese Düngemittel werden aus natürlichen Rohstoffen wie Weizenkleie oder Biokohle gewonnen. Bokashi ist ein solches Produkt, welches mit EM und Zuckerrohrmelasse fermentiert ist. Das Kürzel EM steht dabei für Produkte der EM Research Organization aus Japan, die natürliche Bakterien für die Nutzung von Synergieeffekten nutzt. In der Schweiz werden diese Produkte von der EM Schweiz AG vertrieben, die auch Bokashi im Angebot hat.

Was ist Bokashi?

Bokashi ist ein anaerobes Fermentationsprodukt auf Basis von Weizenkleie, EM-1 und Zuckerrohrmelasse. Dieser Kompoststarter beeinflusst den Ablauf biologischer Prozesse im Boden vorteilhaft. Der Dünger kann für Beete, Bäume und Sträucher sowie für Topfpflanzen verwendet werden. Er wird in Beeten einfach ausgestreut und danach in den Boden mithilfe einer Harke eingearbeitet. Zwischen einzelnen Pflanzen kann der Dünger etwa zehn Zentimeter tief vergraben werden. Bei Bäumen und Sträuchern kann man das Düngemittel in Löchern, die sich ausserhalb der Baumwurzeln oder der Strauchzone befinden, vergraben und anschliessend giessen. In Blumenkisten oder Pflanzentöpfen wird der Dünger zwischen zwei Erdschichten eingebracht.

Worauf sollte man dabei achten?

Diese Kompostierungshilfe ist ein Düngemittel mit einem relativ hohen Säuregehalt. Aus diesem Grund sollte der Dünger nicht direkt mit den Wurzeln der Pflanzen in Berührung kommen. Der ideale Abstand zwischen Pflanzen und Dünger beträgt rund zwanzig Zentimeter. Wenn man ein Beet für die Bepflanzung vorbereitet, sollte man das Düngemittel zwei Wochen lang einwirken lassen und dann erst mit der Bepflanzung beginnen.

Vergräbt man das Düngemittel in Löchern, ist darauf zu achten, dass keine Tiere an den Dünger kommen, denn es kann geschehen, dass Hunde oder Füchse den Dünger ausgraben und ihn fressen. Wer den Boden oder die Gartenerde mit diesem Düngemittel behandelt, kann sich über eine ertragreiche Ernte oder prachtvoll gedeihende Blumen, Sträucher und Bäume freuen. Böden, die sehr reich an Humus sind, sind nicht nur wesentlich ertragreicher, sondern können auch viel mehr Feuchtigkeit speichern. Die vorhandenen Bakterienstämme sorgen dafür, dass der Boden auf natürliche Weise aktiviert wird.